{"id":2167,"date":"2025-02-27T12:20:13","date_gmt":"2025-02-27T11:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/tennis-nordhessen.de\/?p=2167"},"modified":"2025-02-27T13:01:07","modified_gmt":"2025-02-27T12:01:07","slug":"revolution-im-hessischen-tennis-strukturreform-beschlossen-hauptamtlichkeit-statt-bezirken-und-kreisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tennis-nordhessen.de\/index.php\/2025\/02\/27\/revolution-im-hessischen-tennis-strukturreform-beschlossen-hauptamtlichkeit-statt-bezirken-und-kreisen\/","title":{"rendered":"Revolution im hessischen Tennis Strukturreform beschlossen: Hauptamtlichkeit statt Bezirken und Kreisen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kassel<\/strong>-Keine Kreise mehr und keine Bezirke, mehr Hauptamtlichkeit, dazu eine Nachwuchsf\u00f6rderung, die sich st\u00e4rker an Leistung orientieren soll. Der Hessische Tennisverband hat auf der Jahreshauptversammlung in Frankfurt mit gro\u00dfer Mehrheit seine angepeilte Strukturreform beschlossen. Das hat zur Folge, dass die Tennisbezirke und Kreise ab dem 30. September 2025 nicht mehr in der neuen Satzung existent sind.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Nach \u00fcber zweij\u00e4hriger Vorbereitungszeit durch zwei hauptamtliche Mitarbeiter des HTV &#8211; J\u00f6rg Barthel und Nico Porges &#8211; wurde dieser Schnitt nun durch eine Satzungs\u00e4nderung vollzogen. Lediglich ein Verein des Tenniskreises Waldeck-Frankenberg stimmte gegen den Antrag, sodass er mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit und ohne gr\u00f6\u00dferen Diskussionen beschlossen wurde.<br>F\u00fcr den Tennisbezirk Nordhessen und die f\u00fcnf dazugeh\u00f6rigen Kreise bedeutet dies, dass zum 1. Oktober keinerlei finanzielle Mittel vom Landesverband flie\u00dfen werden und somit eine Weiterarbeit kaum m\u00f6glich sein wird. Bezirksvorsitzender Rolf Schacht (SGT Baunatal), als auch Wolfgang Henrich (Kassel-Land) und Manfred Jungnitsch (Kassel-Stadt) werden auf noch anzuberaumender JHV ihren Vereinen die Aufl\u00f6sung dieser Gremien zum 31. Dezember empfehlen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Der Tenniskreis Waldeck Frankenberg wird wohl weiter machen, muss sich aber eine neue Satzung geben. Schwalm Eder ist noch unentschlossen, der Kreis Fulda\/Werra funktioniert schon seit 2016 nicht mehr ordentlich, hat sich aber auch noch nicht abgemeldet. Da Kreise und Bezirke eingetragene Vereine sind, k\u00f6nnen sie nicht einfach abgeschafft werden &#8222;Wenn sie sagen, wir l\u00f6sen uns nicht auf, dann werden sie fortbestehen&#8220; sagte Porges, Leiter Vereinssport beim HTV. Gliederungen des HTV w\u00e4ren sie bei Inkrafttreten der neuen Satzung aber nicht mehr.<br>Die Strukturreform zielt darauf ab, dass der HTV allein, aber mit mehr Personal im Hauptamt agieren will. Zuk\u00fcnftig soll sich der Verband statt in Bezirke und Kreise in die Regionen Nord (entspricht den Regierungspr\u00e4sidien Kassel und Gie\u00dfen) sowie S\u00fcd (RP Darmstadt) aufteilen. Das Problem sei, dass im Norden &#8222;Fl\u00e4che und Anzahl der Mitglieder \u00fcberhaupt nicht korrelieren&#8220;, sagt Porges. Zwar ist HTV-Nord r\u00e4umlich bald doppelt so gro\u00df ist wie HTV S\u00fcd, hat aber deutlich weniger Mitglieder (rund 40.000 zu rund 96.000). Eine Antwort darauf: F\u00fcr den Norden arbeiten zwei der neuen Regionalkoordinatoren, im S\u00fcden einer.<br>Begr\u00fcndet wurde die Reform auch mit der Tatsache, dass insbesondere in S\u00fcdhessen kaum noch Vorstandsmitglieder zu ehrenamtlicher T\u00e4tigkeit bereit waren. &#8222;Wir versuchen jetzt, uns zu professionalisieren und den n\u00e4chsten Schritt zu machen. Perspektivisch gibt es in meinen Augen keine Alternative&#8220;, so Porges. Der HTV beziffert die unbesetzten Posten in Bezirken und Kreisen aktuell auf 20 Prozent, den Altersschnitt auf \u00dc60. Ein Dorn im Auge war dem HTV auch, dass \u00fcber 700 Jugendliche in Bezirken und Kreisen gef\u00f6rdert wurden, die nur eingeschr\u00e4nkt talentiert sind. Der Verband will die Zahl auf etwa 200 reduzieren. &#8222;Das meiste Geld, das wir ausgeben, geht in die Jugendf\u00f6rderung&#8220; sagt Nico Porges. Und &#8222;Es werden Kinder gef\u00f6rdert, die weder das Alter noch das Talent haben, um f\u00f6rderungsf\u00e4hig zu sein&#8220;. Mitunter seien 18-j\u00e4hrige darunter, &#8222;die sp\u00e4ter mal in der Kreisklasse spielen werden&#8220;. Er wei\u00df aber auch &#8222;Das Thema ist hochemotional&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br>Die Arbeit, die in den Bezirken und Kreisen geleistet wird, sei sch\u00e4tzungsweise &#8222;zu 80 Prozent Jugend&#8220; und ja nicht schlecht. Dazu werde mit dem Kadertraining Geld verdient &#8222;Ob dieses Training sinnvoll ist, darf man aber diskutieren&#8220; sagt Porges. Bezirksjugendwart Klaus-Dieter Stondzik sieht insbesondere f\u00fcr Nordhessen einen klaren Nachteil, da man zu weit vom Landesleistungszentrum Offenbach entfernt ist. Kleinere sowie l\u00e4ndliche Vereine bef\u00fcrchten zudem, dass ihre Talente auf der Strecke bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>WILFRIED M\u00dcLLER UND GERHARD MENKEL<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>KOMMENTAR<\/strong>:<br><em>Schl\u00e4ger nicht in Tonne kloppen<\/em><br>VON SVEN K\u00dcHLING<\/p>\n\n\n\n<p>Vorweg: Tennis in Deutschland erlebt dank Sascha Zverev und der jungen, frischen Eva Lys derzeit einen Schub. Zwar nicht so fulminant wie zu Steffi Grafs und Boris Beckers Zeiten. Aber zumindest gibt es mal wieder Vorbilder. Und der Tennisschl\u00e4ger im Rucksack geh\u00f6rt wieder zum Stra\u00dfenbild. Spitzensportler sind die eine Kraft, die den Nachwuchs f\u00fcr eine Sportart begeistert. Eine andere sind f\u00e4hige Trainer und ein funktionierender Spielbetrieb.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Mit der Abschaffung der Kreise und Bezirke im hessischen Tennissport ist zu bef\u00fcrchten, dass das alles leidet. Drei Hauptamtliche f\u00fcr ganz Hessen k\u00f6nnen die bislang von vielen Ehrenamtlichen geleistete Arbeit kaum auffangen. Schon jetzt steht fest, dass von ehemals 750 Kaderpl\u00e4tzen im Kreis- und Bezirkstraining nur 200 \u00fcbrig bleiben. 550 Kinder werden auf der Strecke bleiben. Genauso h\u00e4ngt damit mancher Kreis- und Bezirkstrainer in der Luft. Schade.<br>Wenn die Vereine jetzt keine alternativen Trainingsangebote schaffen, werden die Alleingelassenen ihre Schl\u00e4ger wohl bald in die Tonne kloppen Bitte nicht! Denn Tennis ist ein Sport f\u00fcr&#8217;s ganze Leben. F\u00fcr Kinder, Jugendliche, Paare, Familien und Teams aller Altersstufen. Tennis kann Teil der gro\u00dfen, weltweiten Fitnesswelle sein, durchaus mit Eignung f\u00fcr Social Media.<br>Eine weitere Diskussion zur Reform ist aber leider unn\u00fctz. Die ist n\u00e4mlich schon beschlossene Sache.<br><strong>sok@hna.de<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2168\" src=\"https:\/\/tennis-nordhessen.de\/wp-content\/uploads\/HNA_Revolution-293x300.png\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/tennis-nordhessen.de\/wp-content\/uploads\/HNA_Revolution-293x300.png 293w, https:\/\/tennis-nordhessen.de\/wp-content\/uploads\/HNA_Revolution-147x150.png 147w, https:\/\/tennis-nordhessen.de\/wp-content\/uploads\/HNA_Revolution-768x785.png 768w, https:\/\/tennis-nordhessen.de\/wp-content\/uploads\/HNA_Revolution.png 794w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><br>Quelle: HNA | Artikel vom 27.02.2025 | www.hna.de<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Beitr\u00e4ge:<br><br><strong>HNA (22.02.2025, 05:47 Uhr):<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.hna.de\/wlz\/lokalsport\/tennis-verband-wagt-revolution-skepsis-an-der-basis-93586203.html\">https:\/\/www.hna.de\/wlz\/lokalsport\/tennis-verband-wagt-revolution-skepsis-an-der-basis-93586203.html<\/a><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kassel-Keine Kreise mehr und keine Bezirke, mehr Hauptamtlichkeit, dazu eine Nachwuchsf\u00f6rderung, die sich st\u00e4rker an Leistung orientieren soll. 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